Sittich-und-Papagei ● Alles rund um die artgerechte Haltung der exotischen Vögel

Krankheiten

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Krankheiten

Natürlich werden auch Vögel krank. Sie versuchen aber, dies so lange wie möglich zu verbergen, da sie in der Natur nicht als leichtes Beutetier enttarnt werden wollen. Deshalb muss man sehr genau auf verändertes Verhalten des Vogels achten und ihn bei ersten Anzeichen zu einem vogelkundigen Tierarzt bringen. Teilnahmslosigkeit, viel Schlaf und wenig Nahrungsaufnahme sind oft erste Symptome. Außerdem kann auch Veränderung von Farbe und Geruch des Kots auf eine Krankheit hindeuten.
Neben einer "einfachen" Erkältung, die auch schon gefährlich sein kann, gibt es allerdings noch andere Krankheiten, die teilweise hochansteckend und unheilbar sein können. Genauso gibt es auch weniger schlimme Krankheiten, die man aber trotzdem behandelt sollte.


Mauserstörung

Während der Mauser, einer Phase, in der der Vogel seine Federn verliert und erneuert, braucht er viele Nährstoffe. Eiweiße und Vitamine unterstützen den Vogel. Wenn er diese allerdings nicht hat, kann sein Körper Probleme damit bekommen, neue Federn zu produzieren und er verliert eventuell vermehrt Federn. Hier kann man dem Vogel helfen, indem man für höhere Luftfeuchtigkeit und mehr UV-Licht sorgt und ihm Vitaminpreparate verabreicht, man sollte aber auf die genaue Dosierung achten. Auch lauwarme Duschen helfen. Verbessert sich der Zustand allerdings nicht, kann dies auch auf eine hormonelle Störung oder auf Organkrankheiten zurückzuführen sein.


Parasitäre Erkrankung


Auch von Parasiten können Vögel befallen werden. Diese können sich sowohl auf, als auch im Körper befinden. Ektoparasiten (äußere) ernähren sich von Hautschuppen und Blut und legen ihre Eier in den Federn des Vogels ab, der dann oft von Juckreiz geplagt ist und unter Umständen auch beginnt, sich zu rupfen. Vorgehen kann man gegen solche Parasiten  mit Insektizid, aber auch die Voliere muss gründlich behandelt werden. Aber auch hier ist auf die Dosierung zu achten, damit der Vogel nicht zu Schaden kommt.
Endoparasiten (innere) gelangen hauptsächlich durch Kot von Wildvögeln zum Papageienvogel. Die genaue Art der Parasiten kann durch den Tierarzt bestimmt werden und die passende Therapie eingeleitet werden. Der Befall durch solche Parasiten kann ernstere Folgen haben und der Vogel kann daran sogar sterben, wenn es nicht frühzeitig erkannt wird. Bei Mattigkeit, Futterverweigerung und übermäßigem Schlaf sollte also sofort der Arzt aufgesucht werden.


Aspergillose

Aspergillose ist eine Pilzinfektion, die häufiger bei Wohnungshaltung auftritt. Sie kann durch zu trockene Luft verursacht werden. Dabei gibt es die chronische Form, die weniger akut ist. Sie zeichnet sich durch das schwere Atmen, wenn der Vogel aus der Puste ist. Die akutere Form zeigt sich durch Apathie, Müdigkeit und Apetitlosigkeit. Eine andere Pilzkrankheit ist Soor. Diese befällt allerdings nur Schnabel und Kropf und eine Kropfenentzündung ist die Folge.


Psittakose


Sie wird auch als Papageienkrankheit bezeichnet. Sie ist meldepflichtig und auch auf Menschen übertragbar, wo sie sich mit Fieber, Gliederschmerzen und einer Lungenentzündung sichtbar macht. Bei Papageien äußert sie sich mit Augen- und Nasenausfluss, schweres, rasselndes Atmen und Durchfall. Nach einigen Wochen führt dies zum Tod. Bei Ausbruch der Krankheit muss der entsprechende Vogel unter Quarantäne gestellt werden und die anderen sollten vorsorglich auch untersucht werden.



PBFD

Diese Abkürzung steht für "Psittacine Break and Feather Desease" und ist eine Immunschwäche. Sie ist unheilbar und ruft eine Störung des Gefiederwachstums hervor, das kann nur einige wenige Federn betreffen, die dann etwas verformt wachsen, aber der Vogel kann auch sein komplettes Federkleid verlieren. Außerdem verändert sich die Beschaffenheit des Schabels und der Nasenhaut. Es gibt keine einheitlichen ersten Symptome und es ist deshalb schwer, diese Krankheit als solche zu erkennen, denn auch eine Mauserstörung kann zerfetzt aussehendes Gefieder hervorrufen. Bei einer akuteren Form kommt auch noch Durchfall und Erbrechen hinzu. In jedem Fall aber führt das früher oder später zum Tod. Der Krankheitsverlauf kann sehr verschieden sein, es gibt einige Fälle im Internet nachzulesen. Es kommt auch vor, dass ein Vogel den Erreger zwar in sich trägt, die Krankheit selbst aber nicht ausbricht. Die Übertragung geschiet über Kot und Kropfinhalt, aber vor allem auch über Gefiederstaub, der sich in der Luft befindet. Ein infizierter Vogel muss also in einem infizierten Schwarm gehalten werden, damit nicht auch andere Vögel erkranken.
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